Kath. Pfarrkirche St. Alban in Hardheim Hardheim
Die Pfarrkirche St. Alban in Hardheim verfügt über ein sechsstimmiges Geläut der Glockengießerei Junker aus Brilon, aus der so genannten Briloner Sonderbronze. Die Glocken wurden in den Jahren 1949 und 1950 gegossen. Die kleinste Glocke stammt noch vom Vorgängergeläut der Glockengießerei Grüninger aus dem Jahr 1930. In der Melodielinie erklingt das Idealsextett.
Die Widmungen der Glocken lauten dem Kirchenführer zufolge:
Glocke 1: Christusglocke: Christus dem König bin ich geweiht, Künd euch, seid allezeit bereit/
Gegossen da Pius XII. Papst in Rom, Dr. Wendelin Rauch Erzbischof in Freiburg, Josef Heck Pfarrer und Dekan in Hardheim war.
Glocke 2: Alban-Glocke: Eures Kirchenpatron Wort soll in Erz ertönen, Väter erhaltet den Glauben euren Söhnen.
Glocke 3: Maria- Glocke: Ich flehe zur Himmelskönigin: Führe die Welt zu Christus hin.
Glocke 4: Kilian-Glocke: Als Bote Christi eurer Heimat gesandt, erflehe ich Gottes Treue dem Frankenland
Glocke 5: Engel-Glocke: Mein Klang in Liebe und Treue spricht: Euer Kinder Engel stehen vor Gottes Angesicht.
Glocke 6: Josef-Glocke: St. Joseph heiß´ ich, den Ewigen preis´ ich, will Schützer der Familien sein und führ sie in den Himmel ein.
In dem mittig über den Eingangsgiebel der Pfarrkirche gestellten, mächtigen Glockenturm hängen die sechs Glocken in einem Stahlglockenstuhl. Oberhalb der Glockenstube befinden sich Nistmöglichkeiten für Turmfalken. Die Pfarrei wurde vom NABU für vorbildliches Bauen im Rahmen des Projekts "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet.
Unterhalb der Glockenstube befindet sich ein großes, elektrifiziertes mechanisches Räderuhrwerk. In den Uhrenschlag sind bis auf Glocke 2 alle Glocken integriert. Der Stundenschlag wird von Glocke 1 getätigt, der wiederholende Stundenschlag von Glocke 3. Die Glocken 4, 5 und 6 übernehmen den Viertelstundenschlag. Der Turm verfügt auf allen vier Seiten über Uhrenzifferblätter.
Musikalische und technische Daten
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Junker, Brilon | 1949 | Sonderbronze | ~1420 | ~1550 | d’+2 |
| 2 | Junker, Brilon | 1949 | Sonderbronze | ~1270 | ~1130 | e’±0 |
| 3 | Junker, Brilon | 1949 | Sonderbronze | ~1070 | ~650 | g’+2 |
| 4 | Junker, Brilon | 1949 | Sonderbronze | ~950 | ~480 | a’+4 |
| 5 | Junker, Brilon | 1949 | Sonderbronze | ~840 | ~320 | h’-2 |
| 6 | Benjamin Grüninger | 1930 | Bronze | ~710 | ~215 | d’’+3 |